Spekulation mit Wohnimmobilien..
..bedeutet, Immobilien mit der Erwartung zu kaufen, sie später mit Gewinn zu verkaufen, was oft zu steigenden Preisen und Verdrängung führt, da Wohnraum zunehmend als Finanzprodukt statt als Grundbedürfnis betrachtet wird. Es gibt verschiedene Formen, wie der Kauf von Altbauten mit dem Ziel, Mieter zu verdrängen, oder der bewusste Leerstand, um zukünftig höhere Gewinne zu erzielen. In Österreich wird der Gewinn aus Immobilienverkäufen mit der Immobilienertragsteuer (ImmoESt) von 30 % besteuert, die die frühere Spekulationsfrist ersetzt hat, was den Fokus auf kurzfristige Gewinne verstärkt hat.
Formen der Spekulation
- Kurzfristige Verkäufe:
- Kauf und schneller Wiederverkauf von Objekten, oft mit hohen Preissteigerungen.
- Spekulativer Leerstand:
- Wohnungen werden leer gehalten, um auf steigende Preise zu spekulieren oder Abriss/Neubau für höhere Gewinne zu planen.
- Umwandlung:
- Häuser werden von gewerblichen Unternehmen gekauft, um Mieter zu verdrängen und höhere Mieten oder Eigentumswohnungen zu schaffen.
Auswirkungen
- Verdrängung:
- Langjährige Mieter werden durch hohe Preise oder Verwertungsdruck verdrängt.
- Preisspirale:
- Hohe Kaufpreise erhöhen den Druck, eine hohe Rendite zu erzielen, was die Preise weitertreibt.
- Wohnraum wird zum Finanzprodukt:
- Der Fokus liegt auf Kapitalrendite statt auf bezahlbarem Wohnen.
